Home > Aktuelles > „Herrlich strahlt des Meisters Gnade“

„Herrlich strahlt des Meisters Gnade“

Eine Glaubensschwester der Gemeinde berichtet von der Andacht, die die Jugendgruppe in Vorbereitung auf den Gottesdienst für Entschlafene gestaltet hat:


„Am Nachmittag des 25. Juni 2023 lud die Jugend unserer Gemeinde zu einer Andacht unter der Überschrift „Herrlich strahlt des Meisters Gnade“ ein. Der Gottesdienst für Entschlafene sollte mit stimmungsvollen Musikstücken, ausgewählten Bibeltexten und würdevollen Momenten des Gedenkens vorbereitet werden.

Die jungen Geschwister haben die Andacht in mehrere Themenbereiche untergliedert.

Zunächst stellten sie in Wortbeiträgen und Bibelzitaten dar, wie es dazu kam, dass unser menschliches Leben vergänglich ist. Sie berichteten anschaulich von Adam und Eva, malten uns ein imaginäres Bild von der Situation, in der die Schlange Zweifel am Wort Gottes entstehen ließ und mit den beiden Menschen darüber diskutierte, ob sie Gottes Anordnung befolgen sollen oder nicht. In der Beschreibung der Situation war von den köstlichen ersten Bissen von den Früchten des Baumes der Erkenntnis und der Hoffnung Evas, davon klug zu werden, die Rede. Die Jugendlichen schilderten, wie sich Adam und Eva plötzlich nackt und hilflos wiederfanden.

Sie hatten gewusst, was passieren würde. Nur glauben konnten sie es nicht. Den daraus resultierenden Konsequenzen, einem mühevollen Leben und dem Tod, konnten sie nun nicht mehr ausweichen.

Der weite Sprung in die Gegenwart gelang den jungen Sprechern mit dem Bezug zu den drei Entschlafenen-Gottesdiensten im Jahr, die für neuapostolische Christen weltweit Feiertage sind.

Darüber hinaus wandten sie sich historisch gesehen der Frage zu, was mit Menschen passiere, die entschlafen seien, bevor sie eine Entscheidung über ihr Seelenleben, eine Taufe oder Versiegelung treffen konnten.

Dazu führten unsere jungen Geschwister aus, dass Amtsträger wie Apostel Friedrich Wilhelm Schwartz Ende des 19. Jahrhunderts und Stammapostel Niehaus zu Beginn des 20. Jahrhunderts bereits damit begonnen hätten, erste Schritte zu der heute üblichen Glaubenspraxis zu gehen. Regelmäßige Entschlafenen-Gottesdienste bis hin zu allgemein gültigen Festlegungen dazu gehörten bald zum Glaubensleben unserer Geschwister damaliger Zeit.

An dieser Stelle wurde der Bogen bis in die Gegenwart geschlagen und mit einer kleinen Diashow an erst kürzlich heimgegangene Geschwister aus der Gemeinde erinnert. Ein schwerer Moment, der jedem seine ganz persönliche Verbundenheit mit Seelen in der Ewigkeit noch einmal spüren ließ.

Die zentrale Aussage der Andacht „Jesus bedeutet Leben“ war mit der Perspektive, die Menschen wieder mit Gott zu versöhnen und die Hoffnung auf Leben – auf ein ewiges Leben mit GOTT haben zu können, klar umrissen. Der Hinweis auf die Botschaft der Versöhnung und die Notwendigkeit der Weitergabe derselben in der Welt wurde eindrücklich an die Gemeinde weitergegeben.

Zwischen den Text- und Wortbeiträgen erklangen immer wieder sehr berührende und beeindruckend vorgetragene Musikstücke, gesungen und mit Klavier begleitet oder als Instrumentalstück interpretiert. Auch darin wurde die besondere Begabung unserer Jugend, mit dieser Thematik auf sehr anrührende und ernsthafte Weise umzugehen, erlebbar.

Schließlich gingen die Vortragenden noch auf die Veränderbarkeit des Seelenzustandes in der jenseitigen Welt ein und führten dazu aus, dass „wir glauben, dass der Zustand verstorbener Seelen im Jenseits veränderbar ist.“ Sie betonten: Das Heilswirken Jesu beschränke sich nicht nur auf die Welt der Lebenden. Ihm sei alle Macht im Himmel und auf Erden gegeben. So gebe es also auch für Verstorbene, die Jesus zu Lebzeiten nicht nachgefolgt sind, noch die Möglichkeit zur Umkehr. Die Bibel berichte, dass Jesus nach seinem Tod im Totenreich der Ewigkeit predigte und sich Lebende für Tote stellvertretend taufen ließen.

Abrundend bezogen sich die Jugendlichen zum Abschluss der Andacht auf einen Gottesdienst für die Entschlafenen im Eurogress in Aachen im November 2013. Damals führte unser Stammapostel aus: Für viele Menschen sei die Auseinandersetzung mit dem Tod ein trauriges Thema. Oft möchte man darüber gar nicht reden. Er sprach davon, warum Freude die Emotion sei, die wir mit dem Entschlafenen-Gottesdienst verbinden sollten.

Mit dieser Stimmung und einem Schlussgebet verabschiedeten sich unsere Jugendlichen von den
Geschwistern der Gemeinde und aus der Umgebung. Sie bedankten sich bei den Zuhörern und gaben ihrer Hoffnung Ausdruck, mit ihrer Andacht ein paar neue Gedanken angeregt und Emotionen geweckt zu haben.

Das ist euch eindrucksvoll gelungen. Danke, liebe Jugend, für diese bewegende Stunde.“